Grüner Tee schützt vor Infektionen mit dem Hepatitis-C-Virus

Die Liste der positiven Wirkungen von Grünem Tee auf die Gesundheit ist lang. Das Getränk gilt als Jungbrunnen, soll vor Alzheimer, Parkinson, Herz-Kreislauferkrankungen, Leberschäden und diversen anderen Krankheiten schützen. Privatdozentin Dr. Sandra Ciesek und Dr. Eike Steinmann aus der Arbeitsgruppe Experimentelle Virologie des TWINCORE in Hannover fügen dieser langen Liste noch eine weitere Wirkung hinzu: der Tee-Inhaltsstoff Epigallocatechin-3-gallat, kurz EGCG, hindert Hepatitis-C-Viren daran, in Leberzellen einzudringen.
 
"Die Hepatitis-C-Virus Infektion ist eine der weltweit am meisten verbreiteten Infektionskrankheiten", sagt Sandra Ciesek. "Es wird geschätzt, dass etwa 160 Millionen Menschen das Virus tragen. In Deutschland leben etwa eine halbe Million Menschen mit ihm." Das Tückische an dem Virus: es führt bei etwa 70 Prozent der Infizierten zu einer chronischen Leberinfektion und das meist unbemerkt. Erst wenn die Leber zu versagen beginnt, fällt die Infektion auf, die Leber vernarbt, schrumpft und im schlimmsten Fall entsteht Leberkrebs.

Die Folgen einer chronischen Hepatitis-C-Virusinfektion sind inzwischen einer der häufigsten Gründe für Lebertransplantationen. Besonders problematisch daran ist, dass das Virus im Patienten schlummert und sozusagen nur auf die neue Leber wartet. "An dieser Stelle wird der Wirkstoff aus dem Grünen Tee interessant", sagt Eike Steinmann. "Er könnte in Zukunft dabei helfen, die erneute Infektion der transplantierten Leber mit dem Virus zu verhindern."

 

 


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