Internationalität

Internationalität

Fast die Hälfte der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die am TWINCORE forschen, stammen aus dem Ausland. Mehr als 20 Nationen arbeiten bei uns gemeinsam unter einem Dach. Ein internationales Forschungsumfeld ist uns ein Anliegen am TWINCORE, denn internationale Impulse bereichern nicht nur unsere translationale Forschung sondern schaffen ein inspirierendes, vielseitiges Umfeld für die Menschen, die diese Forschung mit Leben erfüllen. Unter Internationalität verstehen wir jedoch nicht nur, Wissenschaftler aus aller Welt willkommen zu heißen, die gut ausgebildet und motiviert sind.

Internationalität heißt für uns ebenso, unsere deutschen Wissenschaftler in die Welt hinaus zu senden. Sie kehren persönlich bereichert und mit neuen Methoden und Blickwinkeln im Gepäck zurück - auf dem besten Weg, weltoffene Forscherpersönlichkeiten zu werden, die neue Impulse für ihre Forschung zulassen und die translationale Infektionsforschung weiterentwickeln.

Persönliche Kontakte zwischen jungen Wissenschaftlern fördern nicht nur die persönliche Entwicklung einzelner Wissenschaftler. Sie sind auch die Basis für neue, vertrauensvolle Kooperationen mit internationalen Partnern. Und gemeinsam, weltumspannend Infektionskrankheiten mit unterschiedlichen und translationalen Methoden zu bearbeiten, führt schneller zu unserem Ziel: die Prävention, Diagnose und Behandlung von Infektionskrankheiten beim Menschen zu verbessern.

Hier stellen wir Ihnen einige unserer internationalen Kolleginnen und Kollegen vor:

„Als ich neu in Deutschland war, war ich überrascht, dass fast alle Geschäfte am Sonntag geschlossen sind und dass man in manchen Geschäften wie der Bäckerei in meiner Straße nur bar bezahlen kann.“

Yunus Kuijpers ist sowohl Niederländer als auch Marokkaner. Er ist Doktorand in der CiiM-Gruppe Bioinformatik der Individualisierten Medizin und kam vor kurzem nach Deutschland, als seine Betreuerin als Professorin nach Hannover berufen wurde. Am TWINCORE untersucht er die Evolution des Immunsystems. In einem seiner Projekte beispielsweise programmiert er Software-Skripte zur Analyse von DNA-Sequenzen, um das Risiko für bestimmte Erkrankungen zu berechnen. 

„Alle meine deutschen Kollegen am TWINCORE sind sehr fröhlich und hilfsbereit. In Portugal habe ich genau das Gegenteil über die Deutschen gedacht.“

Bibiana de Fátima Correia da Costa hat in ihrer Heimat Portugal Biologie studiert und einen Masterabschluss in Mikrobiologie gemacht. Nach einem Praktikum in Frankreich kam sie nach Deutschland, um ihren Doktor an der Medizinischen Hochschule Hannover zu machen. In ihrer Doktorarbeit untersucht sie die Infektion mit dem Humanen Cytomegalievirus in myeloiden Zellen am Institut für Experimentelle Infektionsforschung am TWINCORE.

„Neugierde und Kreativität sind Schlüsselkomponenten jedes wissenschaftlichen Erfolges. TWINCORE ist all das und steht für Diversität, Gemeinschaft und Zusammenarbeit. Das ist unsere Art zu forschen.“

Davide Faggionato ist Labormanager im Institut für Experimentelle Virologie am TWINCORE. Der Italiener hat in Padua Biotechnologie studiert und seinen Doktor in Molekularer Genetik in Freiburg gemacht. Nach zwei Postdoc-Aufenthalten in den USA an der Emory University in Atlanta und der Iowa State University in Ames ist er kürzlich nach Deutschland zurückgekehrt.

Stipendien am TWINCORE

Am TWINCORE studieren und arbeiten Wissenschaftler aus der ganzen Welt - viele von ihnen kommen mit hochkarätigen Stipendien zu uns. Hier einige ausgewählte Beispiele für Stipendien, die einen Forschungsaufenthalt am TWINCORE ermöglichen:

Die European Molecular Biology Organization (EMBO) ist eine europäische Wissenschaftsorganisation auf dem Gebiet der Molekularbiologie und vergibt verschiedene Stipendien für Nachwuchsforscher, die entweder aus einem EMBC Mitgliedsstaat stammen oder dort forschen möchten. Auf jeden Fall muss der Stipendiat in einem anderen als seinem Studien-Land forschen.

Der Deutsche Akademische Austauschdienst DAAD fördert jährlich weit über 100.000 deutsche und internationale Studierende und Wissenschaftler rund um den Globus – und ist damit die weltweit größte Förderorganisation seiner Art. Außerdem trägt er zur Internationalisierung der deutschen Hochschulen bei, unterstützt Entwicklungsländer beim Aufbau ihrer Bildungssysteme und fördert die Germanistik und deutsche Sprache im Ausland.

Das Deutsch-Amerikanische Fulbright-Programm hat die Aufgabe, das gegenseitige Verständnis zwischen den USA und Deutschland durch akademischen und kulturellen Austausch zu fördern. Es ermöglicht den Austausch zwischen den Vereinigten Staaten und mehr als 155 Ländern weltweit. Jedes Jahr nehmen ca. 8.000 Amerikaner und andere Nationalitäten am Fulbright-Austausch teil. Als größtes und vielfältigstes Fulbright-Programm weltweit hat das Deutsch-Amerikanische Fulbright-Programm seit seiner Entstehung im Jahr 1952 mehr als 45.000 Amerikaner und Deutsche gefördert. Das besondere Merkmal des Deutsch-Amerikanischen Fulbright-Programms ist der Studentenaustausch. Dieses Kernprogramm wird ergänzt durch Stipendienprogramme für promovierte Wissenschaftler, Doktoranden und Fremdsprachenassistenten sowie durch Fortbildungsseminare für Hochschuladministratoren und Landeskundler.

Der Boehringer Ingelheim Fonds ist eine gemeinnützige Stiftung, eine eigenständige Non-Profit-Organisation für die Förderung biomedizinischer Grundlagenforschung. Sie vergibt Stipendien für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, deren Forschungsprojekte – in aller Regel Dissertationen - den biologischen Grundlagen menschlichen Lebens experimentell nachgehen. Insgesamt 120 Stipendiaten aus aller Welt werden fortlaufend in diesem Programm gefördert.