Projekte Zell- und Gentherapie

Neue standardisierte Methoden zur schnellen und effizienten Isolierung von murinen und menschlichen Leberzellfraktionen

Die Leber besteht aus fünf Hauptzelltypen, den Hepatozyten, Endothelzellen, Sternzellen, Kupfferzellen und Cholangiozyten. Die Isolierung dieser Zellen für Zellkultur-Experimente und Transplantationszwecke beinhaltet komplexe Protokolle, die schwer zu standardisieren und zeitaufwendig sind. In Kooperation mit der IBA GmBH, Göttingen, entwickeln wir derzeit neuartige, standardisierte Methoden zur schnellen und effizienten Isolierung der wichtigsten Zellfraktionen aus murinen und menschlichen Lebern. Die Isolationsverfahren basieren auf der kürzlich eingeführten FAB-TACS-Technologie. Unsere Methode würde eine quantitative Isolierung aller Zellfraktionen aus einer Gewebeprobe in einem schrittweisen Verfahren ermöglichen. Auf der Grundlage des vom Projekt entwickelten "Know How" wird eine kommerzielle Plattform von der Firma IBA entwickelt. Die Arbeit wird für zwei Jahre von EU-EFRE finanziert.

Hepatozelluläres Karzinom

Das hepatozelluläres Karzinom (HCC) ist die häufigste Art von Leberkrebs. HCC gehört zu den drei führenden Ursachen für krebsbedingte Todesfälle weltweit mit einem medianen Überleben von nur sechs bis acht Monaten. HCCs sind weitgehend unempfänglich für die meisten existierenden Therapeutika. Es besteht daher ein dringender Bedarf an der Entwicklung neuartiger und effektiverer Behandlungen. Eine Klasse von kleinen (~ 22 Nukleotid) nicht-kodierenden RNAs, die microRNAs (miRNAs) genannt werden, wird in einer Anzahl von menschlichen Krebsarten einschließlich HCCs dereguliert. Diese miRNAs sind als vielversprechende therapeutische Ziele aufgetaucht. MiRNAs beeinflussen eine breite Palette von zellulären Funktionen wie Wachstum, Differenzierung und Tod. Trotz des enormen Potentials von miRNAs als Therapeutika wird die biologische Funktion einzelner Krebs-assoziierter miRNAs  gerade erst augeklärt. Unsere Gruppe konzentriert sich auf die Identifizierung von neuartigen miRNAs, die an der Entwicklung des HCC beteiligt sind, um ihre Funktion in der HCC-Entwicklung zu verstehen und ihr therapeutisches Potenzial zu bestimmen. Dies ist ein wichtiger Schritt für die Entwicklung von neuartigen und effektiveren therapeutischen Optionen für diese derzeit unheilbare Krankheit. In Zusammenarbeit mit der Leibniz Universität Hannover untersuchen wir das therapeutische Potential von magnetischen Nanopartikel-Ansamitocin-Konjugaten bei HCC.

Projektleitung: Dr. Asha Balakrishnan
Funding: Deutsche Krebshilfe 111147