Arbeitsgruppe Infektionsimmunologie

In den vergangenen 20 Jahren konnten mithilfe neuartiger genetischer Werkzeuge (wie BAC, CRISPR/Cas9) enorme Fortschritte im Feld der angeborenen (z.B. Definierung verschiedener tolerogener und immunogener DC-Subtypen, Entdeckung der TLRs, C-Typ-Lektine und andere PRRs) als auch der erworbenen Immunantwort (u.a. (Wieder-)Entdeckung suppressiver T-Zellpopulationen, molekulare Unterscheidung neuer T-Helferzell-Subpopulationen) zur Abwehr von Infektionen gemacht werden. In unserer Forschungsgruppe nutzen wir aktuelle genetische Modelle zum Studium wichtiger immunologischer Akteure wie DCs und Tregs während bakterieller und viraler Infektionen. Ein neues und gleichermaßen höchst interessantes Forschungsfeld ist die Untersuchung des Immunmetabolismus, welcher das Mikrobiom mit mukosalen DC-Populationen und Tregs verbindet. Wir haben den Begriff „meta-MAMP“ zur Einordnung mikrobieller Metaboliten, welche die Immunantwort durch Modulation spezifischer zellulärer Prozesse beeinflussen, vorgeschlagen. Zum zwingend notwendigen besseren Verständnis des Metaboloms werden wir uns in unseren Forschungsprojekten spezifisch auf kommensale Bakterien und bedeutende Humanpathogene sowie ihre komplexen Interaktionen mit dem Wirt über neuartige „meta-MAMPs“ fokussieren.