Arbeitsgruppe Biomarker für Infektionskrankheiten

Arbeitsgruppe Biomarker für Infektionskrankheiten

Die Arbeitsgruppe „Biomarker für Infektionserkrankungen“ arbeitet an der Identifizierung von präziseren diagnostischen und prognostischen Wirts-Biomarkern sowohl für Infektionserkrankungen als auch für die Verbesserung der Impfantwort. Die klinischen Ziele dieser Gruppe sind die Optimierung und Auswahl der effektivsten, individualisierten Behandlung frühestmöglich nach Erkrankung, um dadurch die Verwendung von Antibiotika zu rationalisieren (Verbesserung des verantwortungsvollen Umgangs mit Antiinfektiva, antiinfective stewardship) und die Behandlungserfolge zu erhöhen.

Zusätzlich arbeiten die Wissenschaftler an der Identifizierung von Personen und individuellen Risikofaktoren für die verringerte oder nicht vorhandene Immunreaktion auf Impfungen. Diese Risikopatienten könnten von veränderten Impfstrategien profitieren, wie z.B. höhere Impfdosis, häufigere Impfungen, Zusatz von Adjuvanzien oder neusten Impfstoffen (next-generation vaccines).

Diese Gruppe wurde ausgewählt um die Mission des CIIM zu unterstützen und die Kooperationen mit Klinikern der MHH und dem CRC zu stärken. Durch die enge Zusammenarbeit mit Klinikern und der CRC Core Facility und Biobank erhalten die Wissenschaftler Zugang zu biologischen Proben von Patienten, z.B. PBMCs, Plasma oder Cerebrospinalfluid, und zu passenden Kontrollproben von Gesunden und Erkrankten mit ähnlichen Symptomen, aber anderer Krankheitsursache. Der Ansatz zur Entdeckung von neuen Biomarkern basiert dabei auf einer Kombination von unvoreingenommenen Screeningmethoden von Bioproben, z.B. Massenspektrometrie oder RNAseq, sowie auf der Analyse von spezifischen Markern, die durch vorausgegangene experimentelle Arbeiten als wichtige Kandidaten identifiziert wurden, z.B. durch die unterschiedliche Expression abhängig von Erkrankung oder Infektion.

Mitteilungen

13. Februar 2013

13.02.2013 Neue Hoffnung im Kampf gegen multiresistente Keime

Internationale Antibiotika-Studie: Förderung von rund 6 Millionen Euro für das HZI Immer mehr Bakterien werden unempfindlich gegen die verfügbaren Antibiotika. Gefürchtete Vertreter dieser wachsenden Gruppe sind...